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EU sagt dem illegalen Welpenhandel den Kampf an
Condoleza/Pixabay CC/PublicDoman

EU sagt dem illegalen Welpenhandel den Kampf an

EU sagt dem illegalen Welpenhandel den Kampf an

ENVI-Berichterstatterin Ripa: „Tierfabriken und skrupellosen Geschäftemachern das Handwerk legen!“

Kranke, unterernährte, misshandelte, viel zu junge Tiere - der illegale Haustierhandel sorgt in Europa für erschreckende Missstände. Häufig zieht sich die Spur des Leides durch mehrere Länder. 2023 hatte die EU-Kommission daher den Verordnungsentwurf „Wohlergehen von Hunden und Katzen und ihre Rückverfolgbarkeit“ vorgelegt. Diesen hat das Europaparlament nun mit 457 Ja- und 17 Nein-Stimmen sowie 86 Enthaltungen angenommen und ihn zugunsten des Tierwohls weiter verschärft.

Die saarländische Europaabgeordnete Manuela Ripa (ÖDP/EVP) hat als Berichterstatterin des Umweltausschusses ENVI an dem Gesetz mitgearbeitet. Dank der ENVI-Anträge konnten die lückenhaften Vorschläge der Kommission und des federführenden AGRI-Ausschusses deutlich verbessert und viele Schlupflöcher gestopft werden. Jetzt beginnen Trilog-Verhandlungen mit Kommission und Ministerrat.

Manuela Ripa kommentiert das Ergebnis der Plenarabstimmmung:

„Es geht um Missstände in einer äußerst gewinnträchtigen Branche: 1,3 Milliarden Euro werden in Europa jährlich mit dem Verkauf von Katzen und Hunden umgesetzt. Im Kampf gegen illegalen Tierhandel ist die neue EU-Verordnung ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Neben dem illegalen Handel geht es auch um allgemeine Tierschutzstandards in Europa: Zum ersten Mal überhaupt gibt sich die EU einheitliche Schutzvorschriften für Katzen und Hunde, etwa Beschränkungen der Qualzucht oder eine gute ärztliche Versorgung vor dem Verkauf.“

Kernstück des Gesetzes ist eine weit reichende Chip-Pflicht: In einer ersten Phase müssen Züchter und Händler alle Hunde und Katzen chippen, die sie in der EU auf den Markt bringen. Ein System aus miteinander verknüpften nationalen Datenbanken sorgt dafür, dass die Käufer und Behörden zurückverfolgen können, woher ein Tier stammt. Die Rückverfolgbarkeit hilft im Kampf gegen illegale Geschäftemacherei, tierquälerische Welpenfabriken und die Ausbreitung von Tier-Mensch-Krankheiten wie Tollwut. Sie entlastet auch Tierheime und Kommunen.

In einer zweiten Phase sollen auch private Tierbesitzer der Chip-Pflicht unterliegen. Es gilt eine Übergangsfrist von fünf Jahren für Hunde und von zehn Jahren für Katzen. „Das ist ein großartiges Abstimmergebnis des Parlaments - jetzt müssen EU-Kommission und Ministerrat im Trilog zustimmen“ unterstreicht Ripa. „Eine allgemeine Chip-Pflicht ist wichtig, um Schlupflöcher in der Kette der Rückverfolgbarkeit zu schließen. Illegale und skrupellose Händler tarnen sich sehr gerne als Privatleute. Außerdem wird es dann schwieriger, Tiere auszusetzen, und einfacher, verloren gegangene Tiere zurückzubringen. Tierheime fordern diese Chip-Pflicht schon lange, und auch viele Kommunen und etliche EU-Länder haben sie schon.“

„ich freue mich außerdem riesig, dass das Parlament den Verkauf von Katzen und Hunden in Zoohandlungen verbieten will“, so Ripa. „Der Text enthält auch eine verbindliche Klausel zu einer sogenannten Positivliste. Wird sie Wirklichkeit, dürften nur noch Tiere als Haustiere verkauft werden, die auf der Liste stehen - eine sehr wichtige Maßnahme gerade zum Schutz von Wildtieren! Die EU-Kommission muss jetzt endlich liefern und eine solche Liste erstellen.“

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