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Heidelberg: Umbau zur Beachhalle in Heidelberg: Historisches Gebäude wird zum Sport-Highlight
Philipp Rothe

Heidelberg: Umbau zur Beachhalle in Heidelberg: Historisches Gebäude wird zum Sport-Highlight

Auf dem Hospital-Areal entsteht eine moderne Beachhalle in historischem Gemäuer – ein Vorzeigeprojekt, das Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und Sport verbindet. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant.

Die ehemalige Reithalle auf dem Hospital-Gelände in Heidelberg erhält ein völlig neues Gesicht: Der Umbau zur modernen Beachhalle schreitet sichtbar voran. Bei einem Besuch am 19. August 2025 verschaffte sich Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck ein Bild vom Stand der Arbeiten. Bereits im Frühjahr hatte das Projekt durch eine zusätzliche Förderung in Höhe von 809.500 Euro neuen Schub erhalten. Damit summiert sich die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg auf rund 1,9 Millionen Euro.
„Mit ihrem besonderen architektonischen und energetischen Konzept ist die Beachhalle ein echtes Vorzeigeprojekt: Sie verbindet Innovation und Denkmalschutz, bleibt nahezu energieautark und schafft gleichzeitig ein Beachfeeling, das in der Region einzigartig ist“, sagte Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck bei seiner Baustellen-Sommertour.
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Sanierung des historischen Schieferdachs. Überraschend umfangreiche Schäden machten eine vollständige Erneuerung notwendig. Im Zuge dessen wird das Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die durch sogenannte Full-Black-Module optisch kaum auffällt und den denkmalgeschützten Charakter bewahrt. Installiert und betrieben wird die Anlage von den Stadtwerken Heidelberg. Allein für das Dach und die PV-Anlage fallen Kosten von rund 490.000 Euro an.
Parallel laufen in Markdorf am Bodensee die Umbauarbeiten von acht Seecontainern, die künftig Umkleiden, Duschen, einen Vereinsraum, ein Büro, ein Bistro und Technikflächen beherbergen sollen. Diese recycelten „One-Way-Container“ bieten eine flexible und ressourcenschonende Lösung, die das historische Hauptgebäude schont und dennoch modernen Ansprüchen gerecht wird.
„Die Containerlösung ist effizient, umweltschonend und bewahrt die wertvolle historische Substanz der Halle. So gelingt die Verbindung von Geschichte und Moderne“, betonen die Verantwortlichen des Hochbauamtes.
Schon 2024 waren wichtige Tiefbauarbeiten abgeschlossen worden. Neue Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser wurden verlegt, schadstoffbelastete Materialien entfernt und der Innenraum von nicht denkmalgeschützten Einbauten befreit. Geplant ist, den Hallenboden mit Sand aufzufüllen und die Fläche für verschiedene Beachsportarten nutzbar zu machen – von Beach-Volleyball über Beach-Soccer bis hin zu Beach-Handball.
Die charakteristische Architektur mit ihrem bogenförmigen Holzbinder-Satteldach, das an einen Schiffsrumpf erinnert, bleibt dabei erhalten. Als unbeheizte „Kalthalle“ bleibt das Gebäude fast energieautark, bietet aber dennoch angenehme Temperaturen – selbst in den Wintermonaten. Damit wird die Beachhalle nicht nur zu einem sportlichen Treffpunkt, sondern auch zu einem ökologischen Modellprojekt.
Die Verwaltung und Koordination übernimmt künftig der Beachverein Heidelberg 2022 e. V., ein Zusammenschluss regionaler Sportvereine. Neben dem Vereinssport sollen auch Schulen und freie Gruppen die Halle nutzen können. Die offizielle Eröffnung ist für Anfang 2026 vorgesehen – ein Projekt, das sowohl die Heidelberger Sportlandschaft als auch den neuen Stadtteil bereichern wird.

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