Im Mannheimer Hafengebiet wurde ein Rangierbegleiter bei einem Unfall an einem Bahnübergang leicht verletzt. Ein Autofahrer fuhr trotz Handzeichen weiter und entfernte sich zunächst.
Am Montag, 20. April 2026, gegen 07:00 Uhr, kam es im Hafengebiet Mannheim im Bereich der Rotterdamer Straße zu einem Verkehrsunfall an einem nicht technisch gesicherten Bahnübergang. Das teilte das Polizeipräsidium Mannheim mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen sicherte ein 37-jähriger Rangierbegleiter den Bahnübergang mittels Handzeichen, um einer Rangierlok die Durchfahrt zu ermöglichen. Ein 40-jähriger Fahrer eines BMW näherte sich dem Übergang und signalisierte laut Polizei durch Gesten, dass er keine Zeit habe und den Bereich passieren wolle.
Kollision beim Überqueren des Bahnübergangs
Ungeachtet der sichtbaren Handzeichen überquerte der Autofahrer den Bahnübergang. Dabei berührte der Außenspiegel seines Fahrzeugs den ausgestreckten Arm des Rangierbegleiters. Infolge der Kollision stürzte der 37-Jährige zu Boden und erlitt leichte Verletzungen.
Der Verletzte wurde vor Ort durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt.
Fahrer entfernt sich – später kontrolliert
Nach dem Unfall entfernte sich der Fahrzeugführer zunächst unerlaubt von der Unfallstelle. Im Rahmen unmittelbar eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte er jedoch im Nahbereich angetroffen und kontrolliert werden. Am Fahrzeug wurden laut Polizei keine unfallbedingten Schäden festgestellt.
Ermittlungen zu Gefährdung des Verkehrs
Ob zum Zeitpunkt des Überquerens zusätzlich eine Gefahr durch eine herannahende Rangierlok bestand, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der Verkehrsdienst Mannheim ermittelt unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.